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Häufig gestellte Fragen und Antworten

"Bieten Sie in Ihrem Namen auch Fachkundeschulungen an?"

  • Nein, die Bestimmung als Sachverständiger gemäß §172 (1) Satz 1., 3. und 4. des StrlSchG bezieht sich auf die Durchführung von Strahlenschutzprüfungen an Röntgen- und Strahlengeräten, und nicht auf die Prüfung von Personen zu ihren Kenntnissen im Strahlenschutz. Allerdings bin ich auch als Dozent im Rahmen von Fachkundekursen für eine zur Durchführung entsprechender Kurse und Prüfungen bestimmte Schulungseinrichtung tätig (LPS in Berlin-Köpenick).
  • Für Informationen und Anmeldung zu Fachkundeaktualisierungen und -prüfungen wenden Sie sich bitte direkt an die entsprechenden Schulungseinrichtungen, siehe Links.
  • Ein häufiges Missverständnis: Bitte beachten Sie, dass Ihr Schulungszertifikat allein noch nicht den erforderlichen Fachkundenachweis darstellt, sondern zunächst bei Ihrer Aufsichtsbehörde eingereicht werden muss, und erst dort die Fachkunde beantragt und bescheinigt wird.


"Wann benötige ich für mein Röntgengerät eine Sachverständigen-Prüfung im Strahlenschutz?"

Erstprüfungen:
Gemäß StrlSchG benötigen Sie für Ihre Anzeige der Inbetriebnahme eines Röntgengerätes die Bescheinigung und den Bericht eines behördlich bestimmten Sachverständigen im Strahlenschutz. Bei genehmigungspflichtigen Anlagen zur für den Antrag ebenfalls ein Bericht erforderlich. Dies gilt nicht für sogenannte Hoch- oder Vollschutzgeräte, da diese standortunabhängig zugelassen sind und die initiale Prüfung bereits mit der Stückprüfbestätigung durch den Hersteller erfolgte.

Wiederholungsprüfungen:
In der Regel s
pätestens 60 Monaten nach der letzten Sachverständigenprüfung (Strahlengeräte: 3 Jahre, Dichtheitsprüfungen an umschlossenen hochradioaktiven Quellen: jährlich) muss eine erneute Strahlenschutzprüfung erfolgen, welche prüft und bestätigt, dass die Bedingungen des Erstberichtes unverändert vorliegen. Dadurch wird spätestens alle 5 Jahre in der gesamten Betriebsdauer des Röntgengerätes eine laufende Überwachung sichergestellt. Achtung: Die Notwendigkeit von Wiederholungsprüfungen gilt auch für Hoch- oder Vollschutzgeräte!

Prüfung bei Änderungen an der Röntgeneinrichtung:
Außerdem ist dann eine Strahlenschutzprüfung erforderlich, wenn eine sogenannte "wesentliche Änderung" im Betrieb eingetreten sind. Details dazu sind in Anlage 1 der Sachverständigen-Richtlinie beschrieben. Das kann bspw. sein:

  • Ein räumliches Versetzen des Gerätes (nicht bei Mobilgeräte innerhalb des festgelegten Einsatzbereiches)
  • Eine Nutzungsänderung oder bauliche Veränderung in der räumlichen Umgebung Ihres Röntgengerätes (z.B. Wartebereich einrichten im Umfeld)
  • Eine wesentliche Erhöhung der Betriebswerte (Anzahl der Aufnahmen pro Jahr, erhöhte Einstellwerte)
  • Änderung der Nutzungsart (weitere Modalität)
  • Jede Änderung am System, welche die Patienten- oder Nutzerbelastung erhöht, z.B. Verkleinerung der Sensorfläche, wodurch die Streustrahlbelastung steigt, da weniger Nutzstrahl absorbiert wird, oder Anbringung von Kabeldurchführungen für Kamerasystems in Feinstrukturanlagen
  • Austausch von Systemkomponenten gegen Komponenten, die in ihrer Ausführung nicht in den in der Erstprüfung beschriebenen Komponenten entsprechen.

Oftmals ist eine Reparatur oder ein Teileaustausch kein Anlass für eine erneute Strahlenschutzprüfung, sondern muss nur dokumentiert werden. Bitte befragen Sie zur Notwendigkeit einer Strahlenschutzprüfung bei Änderungen oder Reparaturen stets vorab Ihren Sachverständigen!

Kein Anlass für eine vorzeitige Strahlenschutzprüfung ist ein Betreiberwechsel, etwa bei einer Praxisübernahme, wenn ansonsten im Betrieb keine strahlenschutzrelevanten Veränderungen erfolgen. In der Regel ist der Betreiberwechsel lediglich mit den entsprechenden Fachkundenachweisen der Aufsichtsbehörde anzuzeigen, bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit Ihrer Aufsichtsbehörde auf. Die turnusgemäß folgende Widerholungsprüfung erfolgt dann aber vom Sachverständigen als sogenannte "Erstprüfung nach Betreiberwechsel".

Im Human- und Dentalmedizinbereich sind außerdem die Vorgaben der Qualitätssicherungs-Richtlinie zu beachten. Demnach müssten unter bestimmten Bedingungen erneute Abnahmeprüfungen (nicht: Strahlenschutzprüfungen) durch das Depot/den Hersteller durchgeführt werden, die aber vom Sachverständigen zu kontrollieren und zu bestätigen sind.

Wir bieten hierzu gerne kostenlose telefonische Beratung an, wenn auch die nächste Strahlenschutzprüfung bei uns bestellt wird.

 

"Wie kann ich sicher sein, dass ich Sie überhaupt bestellen darf?"

Seit Dezember 2018 verfüge ich unter eigenem Namen über eine behördliche Bestimmung zur Durchführung von Strahlenprüfungen

  • an Stör- und Röntgenstrahlern im Technikbereich,
  • an Röntgenstrahlern im Dentalmedizinbereich, sowie
  • für Dichtheitsprüfungen an umschlossenen radioaktiven Quellen und
  • Gammaradiographiegeräten zum Transport hochradioaktiver Quellen.

Zuvor war ich dort bereits 10 Jahre lang als "prüfende Person" für eine Sachverständigenorganisation gelistet. Als neue Bestimmung finden Sie meinen Namen nun mit eigenem Büro jeweils ganz unten in den Listen der behördlich bestimmten Sachverständigen

Seit 2019 bin ich außerdem in weiteren Bundesländern tätig, siehe unten.

 

"Auf meinem Gerät klebt keine Plakette / .. eine Plakette, die noch Zeit bis zur nächsten Fälligkeit ausweist"

Häufiges Missverständnis: Die auf dem Gerät angebrachte Sachverständigenplakette erinnert lediglich an die bei der letzten Prüfung geplante nächste Fälligkeit, und stellt keine verbindliche Angabe dar. Beispielsweise kann ein umgesetztes Gebrauchtgerät noch eine alte, vermeintlich "gültige" Plakette tragen, obwohl durch die Verlagerung inzwischen eine neue Prüfung erforderlich wurde.

Für die späteste Durchführung der nächsten Prüfung ist daher nicht die Plakette relevant, sondern ist,

  • welchen Termin die Aufsichtsbehörde in ihren schriftlichen Mitteilungen festgelegt hat
  • welcher Termin im letzten Absatz des letzten Strahlenschutzberichtes angegeben ist, wenn seither keine Festlegungen durch die Behörde erfolgten
  • ob eine wesentliche Änderung eingetreten ist, die ein sofortige Prüfung erforderlich macht.

 

"Was sind die fünf wichtigsten Neuerungen der neuen Strahlenschutzgesetzgebung für das zahnärztliche Röntgen?"

  1. Neu- oder Ersatzgeräte dürfen erst vier Wochen nach der vollständig erfolgten Anzeige in Betrieb genommen werden, oder aber vorzeitig, wenn eine entsprechende schriftliche Mitteilung der Aufsichtsbehörde vorliegt. Bis dahin muss das Gerät ruhen. Jede vorzeitige Nutzung des Röntgengerätes ohne Mitteilung der Behörde erfüllt den Tatbestand eines "Betreiben einer Röntgeneinrichtung ohne erforderliche Genehmigung". Für die Mitteilung muss der Behörde aber die vollständige Anzeige gemäß § 19 Abs. 1 StrlSchG vorliegen - und diese setzt auch den Strahlenschutzbericht des Sachverständigen voraus. Bitte informieren Sie daher Ihren Sachverständigen rechtzeitig vorab über geplante Veränderungen an den Röntgeneinrichtungen!
  2. Konstanzprüfungen müssen nun wie Patientenaufnahmen 10 Jahre statt 2 Jahre aufbewahrt werden, ungültig gewordene Abnahmeprüfungen nach Ersatz noch weitere drei Jahre. Die Konstanzprüfungen sollen im Zweifelsfrei als Nachweis dafür zur Verfügung stehen, dass eine aus dem Archiv entnommene Patientenaufnahme auch mit einem intakten Gerät erstellt wurde.
  3. Röntgenpässe sind nicht mehr vorgeschrieben, dafür muss nun der Arzt von sich aus nach verfügbaren Röntgenaufnahmen aus Voruntersuchungen fragen.
  4. In den Unterlagen muss ab sofort eine Bestandsliste aller in der Praxis betriebenen Röntgeneinrichtungen bereitgehalten werden. Dazu kann das Bestandsverzeichnis nach § 13 der Medizinprodukte-Betreiberverordnung herangezogen werden. Sinnvollerweise kann es aber auch als Deckblatt im Röntgenordner abgelegt werden. Unsere Vorlage für eine Bestandsliste nimmt in die Übersicht auch die Einstellwerte für die Konstanzprüfungen und die Fälligkeitstermine für die nächste Wiederholungsprüfungen auf. So sieht die Praxis beim Öffnen des Röntgenordners auf einen Blick, welche Abnahmeprüfung aktuell ist, mit welchen Werten Konstanzaufnahmen anzufertigen sind, und wann das nächste Gerät geprüft werden muss. Auch Ihr Sachverständiger kann sich hier rasch orientieren und ggf. helfen, Ihre Einträge im Blatt zu aktualisieren.
  5. Teilen sich mehrere Ärzte ein Röntgengerät und nutzen dieses jeweils "eigenverantwortlich", so soll laut StrlSchG der bisherige Strahlenschutzverantwortliche die Aufsichtsbehörde über alle "eigenverantwortlichen Nutzer" informieren, und jeder einzelne soll seinen Betrieb als Strahlenschutzverantwortlicher selbstständig anzeigen. Alle zusammen müssen (bei Bestandsgeräten spätestens bis zum 31.12.2019) einen Abgrenzungsvertrag untereinander abschließen und zur Einsicht bereitstellen. Dort sollte z.B. beschrieben sein, wer für welchen strahlenschutzrechtlichen Aspekt jeweils ordnungsrechtlich verantwortlich ist. Bislang sind dem Sachverständigen allerdings noch keine Musterverträge bekannt.
    Achtung Nachtrag: Die Auslegungsanweisungen zur Umsetzung der neuen gesetzlichen Regelungen schwächen diese gesetzliche Forderung wieder auf die vormals gültige Regelung ab, die wohl im Wesentlichen auf Belegärzte in Gemeinschaftseinrichtungen abzielte. Demnach gilt sie nicht für dentale Praxisgemeinschaften und Gemeinschaftspraxen. Zur Orientierungshilfe für Sie: Bitte weisen Sie die Organisationform Ihrer Praxis in Ihrer eigenen Anzeige zum Röntgenbetrieb korrekt aus. Die Aufsichtsbehörde fragt bei der Bearbeitung Ihrer Anzeige oder Ihres Genehmigungsantrages ggf. nach und legt fest, ob weitere Strahlenschutzverantwortliche anzuzeigen sind.

"Was sind die häufigsten Fehler, die der Sachverständige bei Strahlenschutzprüfungen in Dentalpraxen beobachtet?"

  1. Beim Intraoralröntgen wird der Halter am Strahlenschutzschild (Röntgenschutzschild, "Kinnschild") falsch herum eingesetzt. Damit besteht das Risiko, dass die Schilddrüse nicht vor der auftretenden Streustrahlung geschützt wird. Das Schild muss bei der Aufnahme eng am Hals anliegen. Hier ein Aushang zum Ausdrucken.
  2. Vorgeschriebene Formateinblendungen (Rechteckvorsätze, Rechtecktubus oder Bleivisierringe) werden aus Bequemlichkeit nicht benutzt, sodass die untersuchte Person einer unnötig erhöhten Direktstrahlung ausgesetzt ist. Auch ihre Streustrahlungsbelastung und ggf. die des auslösenden Personals wird in gleichem Anteil erhöht. Anstelle der vom Gerätehersteller beigelegten, unbeliebten Rechteckaufsätze können alternativ die sehr effektiven KKD-Blei-Visierringe eingesetzt werden, die direkt auf die Führungsstange des Film-, Sensor- oder Folienhalters angesetzt werden. Sie stellen in den meisten Anwendungsfällen eine perfekte Ausrichtung auf den Bildempfänger sicher und werden im Internet bspw. bei dentalversender.de kostengünstig angeboten.
  3. Bei der Anfertigung von Patientenaufnahmen wird eine Auslöseposition gewählt, die nicht den vorgeschriebenen optischen Sichtkontakt zum Gesicht des Patienten sicherstellt. Bewegt sich der Mund des Patienten (Sprechen, Kauen, Schlucken) im Moment der Aufnahme, wird das Bild unscharf und die Aufnahme muss wiederholt werden. Gegebenenfalls muss daher zur Vermeidung solch unnötiger Aufnahmen und Strahlenbelastungen des Patienten ein Sichtkontakt mit geeignet angebrachten Spiegeln oder über eine Liegend-Positionierung des Patienten hergestellt werden. Der Sachverständige hat dazu den korrekten Standort in der Regel geprüft und in seinem Bericht unter "Hinweise" auf der letzten Seite seines Prüfberichtes festgelegt.
  4. Es gibt Unsicherheiten bei der korrekten Durchführung der Konstanzprüfungen, wenn das eingewiesene Personal vertreten werden musste oder die Praxis verlassen hat.
  5. Wichtige Unterlagen sind nicht auffindbar, nicht in einem zentralen Ordner "Betriebsbuch Röntgen" abgelegt, oder werden chaotisch geführt. Insbesondere die gut meinende Angewohnheit, Unterlagen gesammelt in Klarsichthüllen zu stecken, und neben dem Original auch jede davon gezogene Kopie aufzubewahren, erschwert das Auffinden der wirklich wichtigen Unterlagen, etwa der aktuellen Abnahmeprüfungen oder der letzten Strahlenschutzberichte.
  6. Nach Softwareupdates oder -wechsel wird nicht erkannt, dass die Grauwertstufen bei der täglichen Konstanzprüfung am Befundungsmonitor bei frontaler Betrachtung nicht wirklich richtig und in den vorgesehenen Bereichen in gleich guter Weise unterschieden werden können (Kaffeesatzlesen beim "Kästchen im Kästchen"). Oft kann die geforderte Unterscheidbarkeit durch eine einfache Einstellungskorrektur zur Grafikkarte ("Gammawert") vom Betreiber selbst wiederhergestellt werden.
  7. Abnahmeprüfungen haben nach wesentlichen Veränderungen (z.B. Sensorwechsel, Monitorwechsel) ihre Gültigkeit verloren, und es wurde versäumt eine neue Abnahmeprüfung durchzuführen, oder zwischenzeitlich erfolgte neue Abnahmeprüfungen wurden nicht zeitnah vom Sachverständigen kontrolliert und bestätigt. Bitte informieren Sie Ihren Sachverständigen in jedem Einzelfall rechtzeitig über geplante oder erforderliche Veränderungen. In vielen Fällen ist keine Strahlenschutzprüfung erforderlich.
  8. In Praxen mit Kleinfilmverarbeitung sind die entwickelten Konstanzaufnahmen manchmal über einen längeren Zeitraum hinweg zu hell. Meistens sind die anspruchsvollen Temperaturbedingungen für die Lieferung und Lagerung der Entwicklungslösung ("5° bis 25°C") nicht bekannt und werden in aufgeheizten Steri-Räumen oder Hängeschränken nicht eingehalten, sodass die Aktivität der Lösung vorzeitig geschwächt wird.
  9. Das gelbe Strahlensymbol ("Flügelsymbol") wird zur Raumkennzeichnung verwendet, siehe Punkt "Strahlenzeichen".
  10. Fällige Wiederholungsprüfung werden übersehen. Sie sind spätestens 60 Monate nach der letzten Fälligkeit - und nicht nach dem letzten Prüftermin - durchzuführen. Lag die voraus gegangene Prüfung also im Mai vor 5 Jahren, wäre aber bereits im Februar schon dran gewesen, muss auch die nächste Prüfung wiederum spätestens im Februar durchgeführt werden, und nicht im Mai. Es darf also nicht einfach "5 Jahre nach dem letzten Prüftermin" gerechnet werden. Sie finden den aktuellen Fälligkeitstermin auf der letzten Seite ihres Prüfberichtes, sofern er nicht von der Aufsichtsbehörde anders lautend festgesetzt wurde, sowie unverbindlich auf der Erinnerungsplakette am Röntgengerät. Die neu zu erstellende Bestandsliste über alle Teile der Röntgeneinrichtungen könnte hier sinnvoll zur Übersicht über alle Fälligkeit erweitert werden. Auch wenn die Beauftragung der Strahlenschutzprüfung in der Verantwortung des Betreibers liegt, Ihr Sachverständiger dürfte bemüht sein, Sie rechtzeitig an die Wiederholungsprüfung zu erinnern. Es besteht außerdem die Möglichkeit, bei der Aufsichtsbehörde eine Fristverlängerung zu beantragen und zu begründen, wenn z.B. in absehbarer Zeit eine Veränderung oder Stilllegung geplant ist.
  11. Der Fächerstrahl bei Panoramaschichtaufnahmen ist nicht exakt auf die Sekundärblende bzw. den Sensor ausgerichtet. Die erforderliche exakte Ausrichtung der Primärblende kann sich beispielsweise nach Schulterstößen des Patienten gegen den Strahler verstellt haben. Der Sachverständige kontrolliert alle 5 Jahre diese Blendenausrichtung und erkennt solche Verschiebungen, ggf. muss dann vom Depot eine Neujustage vorgenommen werden.

"Wieviel Bleitapete muss mein 'Röntgenraum' haben, welche Regelungen gelten dazu?"

  1. Gemäß § 60 (1) StrlSchV dürfen Röntgengerät grundsätzlich nur in einem Röntgenraum betrieben werden. Damit ist aber nicht nur der gemeinläufig als "Röntgenraum" bezeichnete ausschließlich zum Röntgen genutzte Raum einer Praxis gemeint, sondern ein "allseitig umschlossener Raum", der in der Bescheinigung des Sachverständigen bzw. dem Sachverständigenbericht als Standort des Röntgengerätes benannt wird.
  2. Das kann beim dentalen Röntgen auch ein Behandlungszimmer oder eine Ecke im Flur der Praxis sein, wenn der Strahlenschutzverantwortliche sicherstellt, dass sich während der Aufnahme dort keine Personen aufhalten und dass die Belastung durch Direkt- oder Streustrahlung des mit der Aufnahme befasste Personals nicht signifikant gegenüber der natürlichen Hintergrundstrahlung erhöht ist ("weniger als 1 mSv pro Jahr Äquivalenzdosis zusätzlich durch den Röntgenbetrieb").
  3. Oft enthält der Sachverständigenbericht unter "Bemerkungen" oder am Ende unter "Hinweise" entsprechende Anmerkungen über Zugangsbeschränkungen und zur Festlegung des Auslösestandortes, um zu vermeiden, dass das Personal als "beruflich strahlenexponiert" personendosimetrisch überwacht werden muss.
  4. Ein Aufenthalt im direkten Nutzstrahl des Röntgengerätes muss ausgeschlossen und im verlängerten Nutzstrahl hinter dem Patienten nach Möglichkeit vermieden werden (Auslösestandort idealerweise "hinter dem Strahler"). Zum Schutz vor der Streustrahlung, die vom bestrahlten Patienten in alle Richtungen gleichmäßig ausgeht, gehen man beim Dentalröntgen mit Tubusgeräten und OPTG davon aus, dass ein Mindestabstand des Personals von 1,5 m Abstand zum Kopf des Patienten während der Aufnahme ausreicht. Dabei wird eine "konservativen Abschätzung" mit 2.000 Aufnahme/Jahr und Person bei Einstellung der als maximal verwendet angegebenen Betriebswerte angenommen, beim DVT sollten es aufgrund der höheren Dosis eher 2,5 m Mindestabstand sein.
  5. Idealerweise gibt es zum Röntgen allerdings den gemeinläufig "Röntgenraum" genannten separaten Raum, der durch eine entsprechende strahlenschutztechnische Abschirmung sicherstellt, dass praktisch keinerlei Belastung für das Personal auftritt. Er hat außerdem den wichtigen Vorteil, dass der Patient räumlich abgeschirmt ist, und nicht durch äußere optische oder akustische Ablenkung während der Aufnahmedauer zu Bewegungen veranlasst wird, die die Aufnahme unbrauchbar machen und eine Wiederholung erfordern könnten.
  6. Für einen wirksamen Strahlenschutz sind oftmals vorhandene Wandstärken tragender Wände bzw. die Abstände zur bestrahlten Person ausreichend. Bei Trockenbauwänden oder zu geringen Abständen kann es aber erforderlich sein, den Strahlenschutz der Wände durch aufkaschierte Bleifolie ("Bleitapete") oder alternativ "bleifrei" durch Beplankung mit Barytkartonplatten entsprechenden Bleigleichwertes (wie z.B. Knauf Safe Board) zu verstärken. Bitte stimmen Sie mit Ihrem Sachverständigen entsprechende Planungen und Maßnahmen unbedingt rechtzeitig vor dem Bau/Umbau und der Strahlenschutzprüfung ab!
  7. Wir bieten dazu gerne kostenlose individuelle Beratung an (bitte Zeichnung per Mail an den Sachverständigen), wenn auch die nächste Strahlenschutzprüfung bei uns bestellt wird.

"Brauche ich eine teure Röntgenraumtür?"

  1. Eine "professionelle" Röntgenraumtür besteht aus einem bleikaschiertem Türblatt und einer Bleigasscheibe, die nicht unmittelbar in das Türblatt eingelassen ist, sondern auf Distanzstücken befestigt ist, die neben dem geforderten optischen Kontakt zum Patienten auch den für Spezialgeräte erforderlichen akustischen Kontakt sicherstellen.
  2. Ob in Ihrem speziellen Fall eine solche Tür erforderlich ist, oder der erforderliche Strahlenschutz und optisch-akustische Kontakt bspw. auch durch "organisatorische Maßnahmen" sichergestellt werden kann, muss ein behördlich bestimmter Sachverständiger im Strahlenschutz im Einzelfall bewerten. Das gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für jeden Umbau an bestehenden Röntgeneinrichtungen. Bitte stimmen Sie entsprechende Planungen und Maßnahmen mit Ihrem Sachverständigen unbedingt rechtzeitig vor dem Umbau und der Strahlenschutzprüfung ab!
  3. Wir bieten dazu gerne kostenlose individuelle Beratung an (bitte Zeichnung per Mail an den Sachverständigen), wenn auch die nächste Strahlenschutzprüfung bei uns bestellt wird.

"Wo muss ich beim Dentalröntgen im Behandlungsraum zum Auslösen mit Spiralkabel-Taster stehen?"

  • In der Regel wird der sichere Auslösestandort bei der Erstprüfung durch den Sachverständigen festgelegt. Sie finden die entsprechende Festlegung am Ende Ihres Strahlenschutzberichtes unter "Hinweise".
  • Der Sachverständige prüft dabei auch, dass der während Aufnahme geforderte optische Sichtkontakt zum Mund des Patienten sichergestellt ist, um bei Mundbewegungen des Patienten eine verwackelte und unbrauchbare Aufnahme vermeiden oder zumindest abbrechen zu können.
  • Am besten hilft ein geeigneter Abstand - allerdings sollte das Spiralkabel nicht bis auf den letzten Meter strapaziert werden, um vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden.
  • Ein "Verstecken" hinter der nächsten Wandecke ist kontraproduktiv, wenn dabei der optische Kontakt zum Patienten verloren geht. Bitte beachten Sie, dass der Patient der "Hauptbelastete" der Aufnahme ist, und jede Fehlaufnahme oder Wiederholung eine sogenannte "unnötige Strahlenexposition" und damit eine Körperverletzung darstellen kann.
  • Entsprechende Festlegungen des Sachverständigen können bspw. sein:
    Eine Auslöseposition außerhalb des verlängerten Nutzstrahles mit hinreichendem Abstand zum Kopf des Patienten
    - mit direktem Sichtkontakt zum Mund des sitzenden Patienten (also vor oder seitlich von Patienten), oder
    - mit direktem Sichtkontakt zum Mund des liegenden Patienten (kann auch hinter dem Patienten sein), oder
    - mit indirektem Sichtkontakt zum Mund des sitzenden Patienten – z.B. über einen geeignet angebrachten Wandspiegel – und außerhalb des verlängerten Nutzstrahles mit hinreichendem Abstand zum Kopf des Patienten.

 

"Darf oder muss ich das Strahlenzeichen ("Gelbes Flügelsymbol") verwenden?"

  • Das bekannte gelbe Flügelsymbol kennzeichnet nach deutscher Gesetzgebung einen Raum, in dem radioaktive Quellen aufbewahrt oder Bestrahlungsanlagen betrieben werden und dient der Zutrittsbeschränkung. Auch die Feuerwehr muss in solchen Räumen radioaktive Quellen vermuten und kann diese nur mit einer besonderen Risikobewertung und ggfs. mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen betreten, was in jedem Fall mit Verlust kostbarer Einsatzzeit verbunden ist. Obwohl sich die Schilder durch ihre Ähnlichkeit mit dem Laserzeichen und ihr unübersehbares Angebot im Internet in den letzten Jahren größter Beliebtheit erfreuten, sollten Sie im Dentalbereich daher auf jegliche Verwendung zur Raumkennzeichnung verzichten.
  • Es reicht vielmehr ein zugangsseitig an der Tür gut lesbar angebrachter Schriftzug "Kein Zutritt - Röntgen". Für Verbindungstüren, die nur vom eigenen Personal benutzt werden, ist ein solcher Hinweis nicht erforderlich, wenn sichergestellt ist, dass die Zugangsbeschränkung beim Röntgen in Ihrer jährlichen Strahlenschutzunterweisung angesprochen wird.

"Sachverständige jetzt bundesweit tätig?"

  • Mit Inkrafttreten der neuen Strahlenschutzverordnung gelten die behördlichen Bestimmungen im Strahlenschutz ab dem 31.12.2018 bundesweit - nach entsprechenden Anmeldung bei der beaufsichtigenden Landesbehörde im Bundesland des Betreibers. Bei entsprechendem Ausgleich der Reisekosten ist damit ein bundesweiter Einsatz unseres Sachverständigen möglich.

"Wie ist Ihr Sachverständigen-Büro organisiert?"

  • Sie erreichen uns zur Terminvereinbarung in der Regel arbeitstäglich zwischen 9 und 10 Uhr, ansonsten benutzen Sie bitte den Anrufbeantworter.
  • Die Prüfungen und deren Berichtstellung wird von Dipl.-Phys. Ulrich Timmer als behördlich bestimmtem Einzel-Sachverständigen unter den aktuell geltenden Rechtsvorschriften und den Bedingungen der behördlich eingereichten Geschäfts- und Kostenordnung durchgeführt.

Bei Ihnen im Haus

 

 

 

 

 

 

 

- Beratung zum Technischen Strahlenschutz
- Gesetzlich geforderte Strahlenschutzprüfungen
- Auf Wunsch werden Berichte noch am Prüftag erstellt und der Aufsichtsbehörde übermittelt

Häufige Fragen

 

 

 

 

 

 

 

Einige häufig gestellte Fragen zum technischen Strahlenschutz lassen sich hier vorab klären.

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Über uns

10 Jahre Erfahrung als Sachverständiger - hier ist Ihr Strahlenschutz in besten Händen!

Wir bieten Ihnen einen ausgezeichneten Service für die Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften beim Betrieb von Röntgengeräten und Strahlern: telefonische Vorab-Beratung, gute und durchdachte Betreuung, flexible Prüftermine, kostengünstige Durchführung der vorgeschriebenen Prüfungen, nach Vereinbarung können Prüfberichte sogar am gleichen Tag erstellt und übergeben werden.
Sollten Sie weitere Fragen oder besondere Wünsche haben, kontakten Sie uns!

    

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